Eva Preckwinkel und Robert Stieve

Ausstellung vom 10.5.2013 bis 15.6.2013

Schon mehrfach präsentierte das Künstlerpaar

Eva Preckwinkel und Robert Stieve

ihre Kunstwerke in gemeinschaftlichen Ausstellungen.
Für ihre erste Ausstellung in der GALERIE schwarz | weiss entschieden wir uns für diese spannungsreiche Kombination zweier ganz unterschiedlicher künstlerischer Positionen mit Malerei und Skulptur.

Die Ausstellung wird mit einer Vernissage am 10.5.2013 um 20:00 Uhr eröffnet.

Kunstwerke der Ausstellung "Eva Preckwinkel und Robert Stieve"

(zufällige Bildauswahl)

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Kurze Vorstellung der Künstler Eva Preckwinkel und Robert Stieve

Eva Preckwinkel arbeitet mit Mustern und Strukturen, die sie auf Bildmotive legt. Die Künstlerin greift dabei auf den Fundus des täglichen Lebens zurück. Sie ist eine Sammlerin, die Motive und Fundstücke in ihre Bilder einbringt. Das können historische Textilien, Applikationen oder auch Fotos aus Familienalben sein.

Robert Stieve ist Bildhauer im traditionellen Sinne. Er arbeitet in Stein und Holz. Sein Interesse gilt der menschlichen Gestalt, dem ehemals zentralen Gegenstand der Kunstgattung Plastik.

Fotoimpressionen der Aufbau Ausstellung "Eva Preckwinkel und Robert Stieve"

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GALERIE schwarz | weiss zeigt Robert Stieve und Eva Preckwinkel

Von Tom Bullmann im Feuilleton der Neue Osnabrücker Zeitung vom 10.5.2013

Letzmals am gewohnten Ort?

Ist es die letzte Ausstellung der Galerie schwarz | weiß an diesem Standort? Offiziell läuft der Mietvertrag mit dem Eigentümer des Gebäudes in der Seminarstraße Ende Juni aus. Wenn sich nichts ändert, wäre die Doppelausstellung von Eva Preckwinkel und Robert Stieve hier tatsächlich die finale Schau.

 

Aus einem Lindenbaumsegment erwächst die Heilige Familie. Oder handelt es sich hier um eine Dreigenerationen-Skulptur im Stile Leonardo da Vincis, der in seinem Bild "Anna selbdritt" das Jesuskind, die Jungfrau Maria und deren Mutter, die heilige Anna, abbildete? Eine genaue Inspektion der Figuren, die der Bildhauer Robert Stieve aus dem Holz gearbeitet hat, gibt keine Antwort. Proportionen und Gesichtszüge geben keine verlässlichen Hinweise auf Alter und Geschlecht. Vermutlich ist aber Letzteres der Fall, denn die Dreiergruppe trägt den Titel "selbdritt".

Robert Stieve will sich nicht festlegen. Androgyne Wesen, den starren Blick in die Ferne gerichtet, faszinieren in ihrer Ambivalenz. Es könnte auch stumme Selbstreflexion sein, die sie betreiben. Und wie steht es mit der Figur, der ein Holzpflock aus der Brust ragt? Bei negativer Betrachtung assoziiert man eine Geschwulst oder ein brutales Verbrechen. Es könnte aber auch positive Energie sein, die sich hier einen Weg bahnt. Egal ob kleine Betonfigur oder große Holzskulptur, gerade das Rätselhafte, das Stieves Werken anhaftet, macht ihren besonderen Reiz aus.

An den Wänden der großen Galerie üppig in Licht getaucht, präsentieren sich die Bilder Eva Preckwinkels. Ihre provokanten, gesellschaftskritischen Arbeiten sind diesmal nicht zu sehen. Malt sie sie nicht mehr, diese zu Pop-Art gewordenen Aufschreie gegen den Krieg? Oder ihre sarkastischen Kommentare zum grassierenden Schönheitskult? Vielleicht hat die Osnabrücker Künstlerin die kritischen Werke aber auch einfach nur im Atelier gelassen, um die eher harmonischen Sujets nicht zu stören, die sie nun zeigt. „Wasser“ und „Familienfotos“ sind die Themen, denen sich Preckwinkel in gewohnt ornamentalem Stil widmet. Nur das Lasieren hat sie neu eingeführt. Jetzt scheinen mehrere Mal-Ebenen durch, Fische sind unter der Wasseroberfläche zu entdecken, und das Werk "Geisterkinder", für das ein Original-Familienfoto als Vorlage diente, verblüfft mit sich ins Schemenhafte auflösenden Figuren vor surreal blauem Gruppenbild.

Fotos der Vernissage zur Ausstellung "Eva Preckwinkel und Robert Stieve"

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