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Femme, Oiseaux

Lithographie von Joan Miro

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Lithographie von Joan Miro

Herstellungsjahr: 1973
Technik: Lithographie
Blattgröße: 71 x 101,5 cm
Auflage: 1000

 

Joan Miró wurde am 20. April 1893 in Barcelona als Sohn des Goldschmiedes Miquel Miró i Adzaries und dessen Frau Dolors Ferrà geboren. Der Vater, von Beruf Uhrmacher und Goldschmied, stammte aus Cornudella, die Mutter Dolors Ferrà i Oromi aus Palma Mallorca.

1900 besuchte Miró eine Grundschule in der Carrer Regomir Barcelona.
Er galt als Tagträumer und versuchte sich der Schulroutine zu entziehen. Lediglich am Zeichenunterricht fand er, dank eines Lehrers an dieser Schule, Interesse.

1901 entstanden seine ersten Zeichnungen, sie befinden sich nun in der Funació JoanMiró in Barcelona

1906 begann Miró mit seinen ersten Zeichenbüchern, die während eines Aufenthaltes bei den Großeltern in Cornudella und auf Mallorca entstanden. Er malte naturalistische Gegenstände.

1907 besuchte Miró die Handelsschule in Barcelona. Zur selben Zeit schrieb er sich in der Kunstschule Llotja ein, seine Lehrer waren Modest Urgell und Josep Pascó.

1910 begann Miró eine Lehre in einer Drogerie. Im gleichen Jahr zeigte Miró erstmals Arbeiten in einer von der Stadt Barcelona organisierten Ausstellung. Er zeigte alte und neue Porträts und Zeichnungen.

1911 wurde Miró schwer krank, sein Job in der Drogerie hatte nichts mit seinem eigentlichen Interesse, der Malerei, zu tun. Moralisch niedergeschlagen und von starkem Thyphusfieber gezeichnet, erholte er sich auf dem Besitz seiner Großeltern. Dorte reifte auch sein Entschluss, sich ganz der Malerei zu widmen.

1912 bis 1915 Besuch der Francesc Gali's Kunstschule und den Cercle Artistic de Saint Lluc. Es begann eine tiefe Freundschaft mit Joan Prats.

1918 erfolgte seine erste Ausstellung in der Galerie Dalmau in Barcelona

1920 unternahm Miró seine erste Reise nach Paris. Dort besuchte er Picasso in seinem Atelier

1921 Erste Einzelausstellung in Paris in der Galerie Licorne, organisiert durch durch Josep Dalmau. In dieser Zeit traf Miró wichtige Persönlichkeiten, darunter André Masson und Henry Kahnweiler, Henry Miller und Ernest Hemmingway. Von dieser Zeit an verbrachte Miró jedes Jahr die Wintersaison in Paris.

1923 arbeitete Miró kontinuierlich an Landschaften, wobei sich diese jedoch immer weniger an der Natur orientierten, sondern vielmehr eine Metamorphose mit phantastischen Zeichen und Elementen erfuhren.

1924 Schriftsteller und Künstler der Avantgarde trafen sich in Massons Atelier. Miró schloss Freundschaften mit Michel Leiris, Benjamin Péret und Roland Tual.

1925 Miró traf er mit den Surrealisten um Max Ernst und Man Ray zusammen und stellte in einer Gruppenausstellung aus. Den Katalogtext für diese Ausstellung schrieb André Breton.

1927 Miró wurde während seiner Aufenthalte in Paris auch international bekannt. Es entstanden Kontakte zu wichtigen Künstlern, z.B. Kandinsky, Matisse und anderen. Zahlreiche Auslandsreisen, verbunden mit Ausstellungen in verschiedenen Ländern, folgten.

1928 Produzierte er die erste Objekt-Collage mit dem Titel "Spanischer Tänzer". Besuchte Belgien und Holland, malte das Bild "Niederländisches Interior in Mont-roig".

1929 Entstehung der bekannten Serie "lmaginäre Portraits". Heiratete Pilar Juncosa in Palma Mallorca

1930 Miró arbeitete an Bildserien in verschiedenen Stilen. Er begann in dieser Zeit auch mit anderen Materialien und Medien zu arbeiten. Es entstanden BasReliefs, Skulpturen etc. In Mont-roig schuf er seine ersten dreidimensionalen Arbeiten. Erste One-man-show in den U.S.A., in der Vallentine Gallery.

1931 Miró begann in Mont-roig eine Reihe von Arbeiten auf Ingrespapier und Objektbilder

1932 Bekanntschaft durch Joan Prats mit Lluis Sert. Er verbrachte nun wieder mehr Zeit in Barcelona, lebte und arbeitete im Hause seiner Familie in der Passatge del Credit, 4.

1934 Miró schloss einen Exclusiv-Vertrag für die U.S.A. mit dem Galeristen Pierre Matisse

1936 Miró reiste mit seinen neuesten, in New York gezeigten Arbeiten nach Paris. Nach Ausbruch des Spanischen Bürgerkrieges entschied er sich in Paris zu bleiben. Seine Frau und Tochter folgten kurze Zeit später. Die Familie blieb bis 1940 in Frankreich.

1937 Miró besuchte gelegentlich die Academie de la Grande Chaumiere wo er grossformatige Zeichnungen schuf. Produzierte das Wandgemälde "The reaper" (aufständischer katalanischer Bauer) für den von Josep Lluis Sert und Luis Lacasa entworfenen Spanischen Pavillon der Weltausstellung in Paris.

1939 Miró mietete für sich und seine Familie ein Haus in Varengeville-sur-Mer, Normandie. Im Januar 1940 entstand eine Serie von Gouachen, die später als Sternenbilder bekannt wurde. Im gleichen Jahr siedelte er von Frankreich nach Mallorca über.

1941 Erste Retrospective im Museum of Modern Art, New York.
1942-43 malte Miró fast ausschließlich Arbeiten auf Papier. Rückkehr nach Barcelona.

1944 entstanden seine ersten keramischen Arbeiten, dabei benutzte er Ausschussmaterial von Llorens Artigas, es begann eine bis 1947 andauernde erste Phase der Zusammenarbeit.

1946 entstand seine erste Bronzeskulptur

1947 Erste Reise nach U.S.A, er produzierte ein Wandgemälde für das Plaza Hotel in Cincinnati. Während seines Aufenthaltes experimentierte er mit verschiedenen Radiertechniken. Teilnahme an der Ausstellung "Le Surrealisme en 1947: Exposition internationale du surrealisme" bei der Galerie Maeght, Paris, organisiert durch André Breton und Marcel Duchamp.

1948 Erste Einzelausstellung in der Galerie Maeght, Paris. Aimé Maeght ist sein neuer Repräsentant in Frankreich

1949-50 Miró malte in zwei verschiedenen Richtungen: neben der figürlichreflektiven Malerei entwickelte er mehr und mehr seine gestische und impulsive Bildersprache. Es entstanden Lithographien bei der bekannten Druckerei Mourlot und Radierungen im Atelier Lacouriére. Miró schuf, beauftragt von Walter Gropius, ein großes Wandgemälde für die Harvard Universität. 1954 Teilnehmer und Preisträger der Kunstbiennale Venedig.

1956 Miró residierte von nun an ständig in Palma und bezog das von seinem Freund Josep Lluis Sert geplante Atelier auf Mallorca

1957 Erste Einzelausstellung in Deutschland im Kaiser-Wilhelm-Museum, Krefeld

1958 Präsentation zweier Wandgemälde im UNESCO-Gebaüde in Paris, Miró erhielt dafür den Guggenheim International Award

1959 Teilnehmer an der Documenta 11 in Kassel

1961 Ausstellung im Modern Art Museum New York

1963 Monumentalskulpturen für die Fondacion Maeght, Saint-Paul-de-Vence, Frankreich

1964 Eröffnung der Fondation Maeght in Saint-Paul-de-Vence, nach einem Entwurf von Lluis Sert, mit einem Labyrinth mit Skulpturen von Miró und Artigas

1966 Miró produzierte seine erste Großplastik in Bronze, Sonnenvogel und Mondvogel

1968 letzte Reise nach U.S.A., er erhielt die Ehrendoktorwürde der Harvard Universität

1969 Große Retrospektive im Haus der Kunst, München. 1970 Wandkeramik und Wandgemälde für den "Pavillon des Lächelns" auf der Weltausstellung in Osaka, Japan. In Zusammenarbeit mit Artigas entstand das monumentale Keramik-Wandgemälde am Flughafen in Barcelona

1972 Die Fundació Joan Miró Zentrum für zeitgenössische Kunst, wird gegründet, Josep Lluis Sert entwirft das Gebäude

1976 Eröffnung der Fundació Joan Miró mit einem großen Teil der Sammlung von Joan Miró

1978 Retrospektive im Museo Espanol de Arte Contemporáneo, Madrid, organisiert von der Fundació Joan Miró, Barcelona. Premiere von Mori ei Merma im Opernhaus Liceu in Barcelona mit Puppen, Masken und Bühnengemälden von Miró. Enthüllung der Monumentalplastik "Spielendes Paar mit Mandelblüte" in La Défense, Paris.

1980 erhält Miró aus der Hand von König Juan Carlos die spanische Medalla d'Or der Schönen Künste

1982 Installation der Monumentalskulptur "Frau und Vogel" im Parc de Joan Miró, Barcelona

1983 Die ganze Kunstwelt feiert Mirós neunzigsten Geburtstag mit zahlreichen Ausstellungen. Joan Miró: "A Ninetieth-Birthday Tribute" im Museum of Modern Art, New York und Joan Miró: "Anys 20. Mutació de la realitat" in der der Fundació Joan Miró, Barcelona

Miró verstarb am 25. Dezember in Palma de Mallorca. Er wurde am 29. Dezember auf dem Friedhof Montjuic in Barcelona beerdigt.

aus: Miro universe, Kunsthalle Augsburg

 

Der katalanische Künstler Joan Miro war einer der bedeutendsten Vertreter des Surrealismus.


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